Die Ruine des Bunkers Valentin im Norden Bremens ist ein unübersehbares Relikt der nationalsozialistischen Rüstung für den Seekrieg. In weniger als zwei Jahren sollte eine verbunkerte Werft zum Bau von U-Booten entstehen. Geplant war, dass ab Herbst 1945 alle zwei Tage ein U-Boot in Dienst gestellt würde. Dazu kam es zum Glück nicht – auf der Bunkerwerft wurde nie ein U-Boot gebaut. Trotzdem verloren viele Menschen ihr Leben. Zwischen 1943 und 1945 wurden Tausende von Zwangsarbeitern aus ganz Europa hier eingesetzt, um die bis zu sieben Meter dicken Wände und Decken zu errichten: Zivilarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge. Mehr als 1.600 von ihnen starben während der Bauarbeiten an Unterernährung, Krankheiten und durch willkürliche Tötungen.
2015 wurde der Denkort Bunker Valentin eröffnet, der an den Krieg und die Verbrechen der nationalsozialistischen Herrschaft erinnert und zur Vermittlung von Geschichte und historischem Bewusstsein beiträgt.
»Denkort Bunker Valentin«
Dauerausstellung
