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Gedenkstätten Augustaschacht und Gestapokeller

Das Arbeitserziehungslager (AEL) Ohrbeck wurde von der Gestapo Osnabrück zwischen 1944 und 1945 als Straflager für Zwangsarbeiter geführt. Die Gestapo verhängte eine achtwöchige Lagerhaftstrafe, wenn Zwangsarbeitern etwa vorgeworfen wurde, gegen die »Arbeitsdisziplin« verstoßen zu haben, oder wenn sie versucht hatten zu fliehen. Die Bedingungen im AEL glichen denen in Konzentrationslagern: Misshandlungen, mangelnde Versorgung, Schwerstarbeit. Ungefähr 100 Häftlinge überlebten das AEL nicht. Das System der AEL wurde von der Gestapo ab 1940 eingeführt, oft in finanzieller Zusammenarbeit mit von der Zwangsarbeit profitierenden Firmen. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs gab es etwa 200 dieser Lager im Deutschen Reich und in den besetzten Gebieten.

Die neue Dauerausstellung der Gedenkstätten Augustaschacht und Gestapokeller beschreibt die Leidensgeschichte der Opfer anhand von Quellen und Zeitzeugenberichten, benennt Täter und gibt einen Eindruck von der damaligen Nutzung des Gebäudes.